Exklusive Zahlen: So stark hat der Autoverkehr in ganz Berlin abgenommen
Kfz-Spuren behalten, Parkplätze sichern: Die CDU will mit ihrem Einsatz fürs Auto die aus ihrer Sicht in Schieflage geratenen Verhältnisse auf Berlins Straßen geraderücken. Dabei scheint das Auto in der Hauptstadt zunehmend auf dem Parkplatz der Geschichte abgestellt zu werden. Das zeigen neue, im Auftrag des Senats erhobene Verkehrsdaten, die dem Checkpoint vorliegen. Sie stammen vom Center Nahverkehr Berlin, das für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans den Berliner Verkehr ausgewertet hat. Ergebnis: Bereits seit 1997 nimmt der Autoverkehr in Berlin ab. Nach einem Anstieg zu Beginn der Neunziger liegt die Gesamtzahl der Fahrten mittlerweile unter dem Wert von 1991, mit einem starken Rückgang ab 2017.
Noch deutlicher fällt die Statistik für reine Fahrten in Berlin aus: Ihre Zahl lag 2022 nur noch bei 78 Prozent des Niveaus von 1991 – obwohl seither hunderttausende Menschen nach Berlin gezogen sind. Doch im Zentrum wie am Stadtrand saßen in den vergangenen Jahren offenbar immer weniger von ihnen hinterm Steuer. Zugenommen hat seither nur die Zahl der Autos. Wenn die schon nicht bewegt werden, müssen sie halt irgendwo stehen. Es ist wohl das, wofür Kai Wegner und seine Partei kämpfen.