Von CDU nominierte Digitalexpertin zieht sich zurück

Manchen Menschen fällt es leicht, verschiedene Aufgaben und Verpflichtungen streng voneinander zu trennen – das glaubhaft zu machen, fällt aber meistens schwer: Auch zum Ehrenamt gibt’s das Misstrauen gratis dazu. Ein Interessenkonflikt ist leicht unterstellt, das Gegenteil kaum zu beweisen.

Und dieses Problem betrifft jetzt auch die Koalitionsverhandlungen: CDU und SPD haben auffällig viele externe Berater für die 13 Arbeitsgruppen nominiert. Und kaum hatten Alexander Fröhlich, Anna Thewalt und Robert Kiesel ihre Recherchen für den Tagesspiegel dazu beendet, gab’s auch schon den ersten Abgang:  

Tanja Böhm, die für die CDU das Thema Verwaltung und Digitalisierung verhandeln sollte, gibt ihre Mitgliedschaft in der Fachgruppe schon wieder auf. Böhm arbeitet für Microsoft und will deshalb, wie es heißt, dem Verdacht eines Interessenkonflikts vorbeugen – die Digitalisierung der Verwaltung ist für Softwareunternehmen ein wertvolles Geschäftsfeld.

Warum er es dennoch für richtig hält, dass sich die Politik von Experten beraten lässt, erklärt Alexander Fröhlich heute in seinem Kommentar für den Tagesspiegel.