Anwalt eingeschaltet: Berlins Justizsenatorin wehrt sich gegen das Wort „Titelmissbrauch“
Auslöser war ein Checkpoint-Bericht über eingestellte Verfahren, ob Kreck ihren Professorinnen-Titel rechtmäßig trägt. Die Justizsenatorin störte sich an einem Begriff. Von Lorenz Maroldt.
Anruf am frühen Morgen: Ex-Professorin Lena Kreck, z.Zt. Justizsenatorin, lässt ausrichten, dass sie nicht ganz glücklich ist mit dem Wort „Titelmissbrauch“ (CP v. 19.12. Hintergrund hier). Na ja, um ehrlich zu sein: Sie ließ ausrichten, dass sie stinksauer ist und die Sache um 14 Uhr einem Anwalt übergibt. Wir haben daraufhin in der Checkpoint-Redaktion ein bisschen hin- und hergescrabbelt („Titelgebrauch“, „Misstitel“ „Gebrauchstitel“, „Gebrauchter Titel“, „Titelmist“), mussten der Senatorin dann aber ausrichten lassen, dass wir mit nichts anderem so richtig glücklich sind. Oder haben Sie eine Idee, wie das heißt, wenn jemand einen Titel trägt, ohne es zu dürfen?