Best-of Wahlkampf-Slapstick 2017

Bevor der Bundestags-Wahlkampf richtig beginnt, häufen sich die unfreiwilligen Slapstickeinlagen. Berlins SPD-Spitzenfrau Eva Högl winkt fröhlich-wild durch die Gegend und in die Kameras, während vor ihr gerade SPD-Ersatzkanzlerkandidat Martin Schulz „unsere Fassungslosigkeit und Bestürzung“ über die Anschläge in Barcelona zum Ausdruck bringt (Video hierHögls Entschuldigung hier) - woraufhin sich die AfD in bestürzend überstürzte Rücktrittsforderungen stürzt. Der bayerische CSU-Ersatzkanzler Horst Seehofer rückt derweil von der Obergrenze für Flüchtlinge ab (zumindest als Koalitionsbedingung), um kurz darauf wiederum davon abzurücken (also zumindest nicht von der Obergrenze an sich). Die Untergrenze des politischen Geschmacks reißt allerdings FDP-Vize Wolfgang Kubicki, der nach der Einmischung des türkischen Sultans Erdogan in den deutschen Wahlkampf meint mitteilen zu müssen: „Es braucht keinen Erdogan, um CDU, SPD und Grüne nicht zu wählen.“ Warum nehmen sich manche Politiker selbst so nichtig?