Kein Platz in der Nähe: Rund 500 Berliner Kinder müssen für die Oberschule den Bezirk wechseln
Elf von zwölf Bezirken haben bereits die Tagesspiegel-Umfrage zur Verteilung von Oberschulplätzen beantwortet. Die meisten konnten zumindest im Bezirk noch einen Platz anbieten. Von Anke Myrrhe und Margarethe Gallersdörfer.
Kurz vorm Zusammenbruch sind auch viele Familien nach der Verteilung der Oberschulplätze. Neben der Qualität der Schule ist Wohnortnähe für viele Familien ein hohes Gut – welches Kind will schon täglich zwei Stunden durch die Stadt gurken? Eine Tagesspiegel-Umfrage, die inzwischen elf von zwölf Bezirken beantwortet haben, zeigt: Wenn Kinder keine ihrer drei Wunschschulen bekommen haben, konnten die meisten Bezirke sie zumindest intern versorgen. Aber nicht alle: Im Gymnasialbereich mussten Pankow (231 Kinder) und Friedrichshain-Kreuzberg (27 Kinder) Schulplätze in anderen Bezirken organisieren. Externe Plätze an Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen brauchten: wieder Pankow (82 Kinder), Steglitz-Zehlendorf (21 Kinder) und Treptow-Köpenick (109 Kinder). Lichtenberg konnte seine Zahlen noch nicht auswerten.