Glasblume aus dem Palast der Republik verrottet
Berlins Stadtschloss wird schon vor der Eröffnung zum Ballast der Republik. Im Humboldtforum sollte auch ein Utensil des DDR-Palastes, der für den Aufbau der betonierten Schlossattrappe abgerissen wurde, wieder aufgestellt werden: Die Gläserne Blume, die einst glänzend den Empfangssaal schmückte, sollte als kleineres Modell wiederkehren. Da aber nur einer der beiden Urheber an der Palast-Kopie für das Kopie-Schloss beteiligt war, zersplitterte die Idee vor Gericht. Auch der Plan, die originale Blume aus Stahl und Glas zu sanieren, die fünf Tonnen schwer in einem Depot in Spandau verrottet, scheint nun zu scheitern. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) lässt dazu auf eine Parlamentsanfrage (via „Berliner Zeitung“) wissen: „Die vergilbten Kleber zu entfernen und zu ersetzen, die beim Bau des Objekts verwendet wurden, ist nach Aussage verschiedener Restauratoren nicht nur aufwändig, sondern birgt vor allem die Gefahr, die Originalelemente aus lndustrieflachglas zu beschädigen.“ So passiert also berlinisch erst mal nüschte – und danach guckt man, ob man weitersieht. In der Glaskugel der Zeit.