Berlin über Cannabis-Betreuung uneinig: Wie andere Bundesländer auf die Legalisierung reagieren

Cannabis ist legalisiert, jetzt braucht es zuständige Stellen. In Brandenburg gibt es drei, in Schleswig-Holstein sogar 24,5. Daran könnte sich Berlin doch ein Beispiel nehmen. Von Stefan Jacobs.

Berlin über Cannabis-Betreuung uneinig: Wie andere Bundesländer auf die Legalisierung reagieren
Foto: dpa / Frank Rumpenhorst

Nachdem sich die Betreuung der Cannabis-Vereine in Berlin als peinliches Joint Venture zwischen Senat und Bezirken („Ihr seid am Zug – Wir? Nee, pffff!“) erwies, haben wir mal unsere Nase in andere Bundesländer gesteckt. Also: In Brandenburg ist laut Gesundheitsministerium das Landesamt für Gesundheit mit drei neuen Stellen zuständig. In Sachsen sind vier neue Stellen bei der Landesdirektion vorgesehen, in Bayern hat das Landesgesundheitsamt sieben von zehn Stellen besetzt und will 2025 weitere zehn besetzen. Hamburg plant mit 14,5 Stellen und erklärt das Bezirksamt Altona für zuständig (weil das federführend im Bereich Verbraucherschutz ist). In Niedersachsen übernimmt die Landwirtschaftskammer, in NRW kontrollieren das Landesumweltamt den Anbau und die Bezirksregierungen (mit 20 neuen Stellen) die Vereine. Schleswig-Holstein baut den Bereich mit gleich 24,5 Stellen (davon 20 im Landeslabor) ganz neu auf – und will ebenso wie NRW die Kosten über Gebühren für die Vereine refinanzieren.