Wie können Berliner*innen helfen?

Im letzten Checkpoint haben wir aufgerufen, Hilfsgesuche und -angebote entgegenzunehmen – und sind überwältigt von der Warmherzigkeit, Kreativität und Menge der Zuschriften: Vans und Reisebusse zum Transport von der Grenze, Schlafplätze von der Couch bis zur 900-Quadratmeter-Bürofläche, Unterkünfte von Berlin bis Bayern, ehrenamtliche Übersetzungs- und Transport-Angebote sowie vieles mehr haben uns erreicht. Es sind so viele, dass wir noch am Sortieren sind – bis morgen früh sind wir damit fertig. Schreiben Sie uns bis dahin gern weiter an checkpoint@tagesspiegel.de – auch, wenn Sie jemanden kennen, der Hilfe benötigt. Allgemeine Hilfsmöglichkeiten listen wir hier auf – und ergänzen um weitere:

Möglichkeiten, in Berlin zu unterstützen:

+++ elinor.network/gastfreundschaft-ukraine (Bettenbörse für ganz Deutschland, hier kann man sich eintragen, wenn man eine Unterkunft in Berlin oder anderswo hat; auch der Senat verweist auf das Angebot)
+++ Das polnische Pilecki-Institut nimmt am Pariser Platz 4A jeden Tag zwischen 10 und 18 Uhr Hilfsgüter entgegen. Derzeit besonders gebraucht: Powerbanks, Kleidung, Lebensmittel-Konserven, Hand- und Kopflampen, Erste-Hilfe-Kästen, Camping-Öfen zum Heizen)
+++ Unterkunft-Angebote speziell für nicht-weiße und/oder queere Menschen, die aus der Ukraine flüchten, können in dieses Googledoc eingetragen werden (ganz Europa)
+++ Telegram-Gruppen: @ukrainehelpberlin, @ukraineberlinarrivalsupport

Weitere Hilfsmöglichkeiten:

+++ United Help Ukraine (Hilfe für Binnenflüchtlinge)
+++ Dopomoha.ro (Informationen für Menschen, die aus der Ukraine nach Rumänien flüchten, eine Bettenbörse wird via Facebook organisiert)
+++ Uno-Flüchtlingshilfe (Spenden)
+++ Phoenix Wings (Spenden für nicht-tödlichen Kriegsbedarf wie Westen und Helme, Behandlung von Wunden, Reparatur von Armeegebäuden)

Während viele noch organisieren, haben einige schon gehandelt und Sachspenden-Aktionen organisiert. Von einer in Mahlsdorf berichtet Kollege Roman Seidelsohn. Die Menschen hätten kofferraumweise Hilfsgüter ausgeladen, „viele ernste Gesichter und fast keine Worte“ habe er gesehen; die Hilfsbereitschaft sei riesig gewesen. Groß war die Hilfsbereitschaft auch an der Frankfurter Allee – vielleicht ein bisschen zu groß: Nachdem ein Aufruf, am Sonntag Sachspenden vorbeizubringen, sich auf Whatsapp, Telegram und Co. rasant verbreitet hatte, berichteten Augenzeugen von einem „unglaublich hohen Spendenaufkommen“, zeitweilig habe die Straße gesperrt werden müssen, weil so viele Autos Spenden abluden (Tagesspiegel-Blog).

Andrang befürchtet auch „Mission Lifeline“ an der polnisch-ukrainischen Grenze: Der Flüchtlingshilfe-Verein rät wegen der belasteten Infrastruktur im Grenzgebiet davon ab, mit kleinen Pkw loszufahren. Besser sei es, mit großen Fahrzeugen zu fahren, am besten in organisierten Korsos (Twitter). Weiterhin gilt also: Informieren Sie sich, was wirklich gebraucht wird, damit die Logistik funktioniert.