Bildungsverwaltung erfindet das Wort „Lehrkräftefehl“

Im Erfinden von Wörtern ist die Berliner Bildungsverwaltung weitaus erfolgreicher als beim Finden von Pädagogen – schauen wir uns diesen frischen Satz von Sprecher Martin Klesmann mal genauer an:

„Wir gehen mit Blick auf den bundesweiten Lehrkräftemangel davon aus, dass das im Schuljahr 2022/23 bestehende ,Lehrkräftefehl’ zum kommenden Schuljahr nicht verringert werden kann.“

Hm, das was? Das „Lehrkräftefehl“? Na, ok, das steht zwar nicht im Duden, aber jetzt immerhin schon mal im Checkpoint. Und dann kann uns das unsere Schulexpertin Susanne Vieth-Entus ja auch gleich mal übersetzen. Moment… hier:

„Berlins Schulen sehen sich mit einer neuen Dimension des seit 2014 grassierenden Lehrermangels konfrontiert: Sicher geglaubte Verträge können nicht abgeschlossen werden, Stellen verschwinden. Nach Informationen des Tagesspiegels ist abermals für über 900 Positionen kein Personal aufzutreiben – weder voll ausgebildete Lehrer noch Quereinsteiger noch ‚sonstige Lehrer‘.“

Es kommentiert Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse: „Wer soll es denn besser machen als ich?

Und Neues aus der Endlosreihe „Berlins marode Schulen“ gibt’s heute unter „Zitat“.