Betriebsstörungsbingo der BVG geht in die nächste Runde – Checkpoint-Leser teilen ihre Erfahrungen
Obwohl die BVG erst am Montag ihre „steigende Zuverlässigkeit“ betont hat, gab es am U-Bahnhof Vinetastraße am Dienstag eine eindeutige Ansage: „Nächste Hiobsbotschaft: Signale kaputt, eine U-Bahn kaputt, alles kaputt.“ Was sagen Checkpoint-Leser dazu? Von Jessica Gummersbach.
Nachdem die BVG am Montag ihre „steigende Zuverlässigkeit“ gefeiert hatte, bluteten gestern unsere Ohren am U-Bahnhof Vinetastraße, als beim Nachmittags-Betriebsstörungsbingo die Durchsage ertönte: „Nächste Hiobsbotschaft: Signale kaputt, eine U-Bahn kaputt, alles kaputt.“
Immerhin: Schlimmer kann’s kaum noch kommen. Das war auch der Grundtenor vieler Leserinnen und Leser, die uns ihre Erfahrungen in zahlreichen Mails schilderten.
Michael Failenschmid wünscht sich, dass die BVG hält, was sie verspricht, und gibt zu bedenken: „Zu früh ist auch unpünktlich.“ Jens Hahn wäre dankbar, „wenn es auf der U2 so problemlos laufen würde wie vor 20 Jahren“.
Dorit Heyn ärgert sich über Unzuverlässigkeit insbesondere in den Außenbezirken: „Gestern fiel der 172er wieder mal aus. Oder die Busse kommen wirklich, aber mit erheblicher Verspätung.“ Ralph Misske dagegen sieht das Hauptproblem im „obsessiven Herumnörgeln“ in Berlin: „Oft denke ich, was für ein Geschenk es ist, dass dieser Riesenapparat überhaupt funktioniert.“
Vor der Abfahrt noch eine tröstliche Zuschrift aus Germering bei München. Torsten Berndt schreibt, dort übertreffe die S-Bahn „in puncto Verspätungen und Zugausfälle die Berliner S-Bahn deutlich“. Er übermittelt dazu die trockene Analyse einer Kollegin, die dort täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt: „In Bayern fallen keine Züge aus. Sie fahren nur nicht.“