„Großteil der Bürger sieht uns nicht als führende politische Kraft in Berlin“: Neuköllner SPD-Abgeordneter gibt sein Mandat an einen nicht Gewählten ab
Per Überhangmandat ins AGH? In einem Brief an seine Partei verzichtet Fabian Fischer (SPD) nun und will Platz machen für „einen sehr guten Freund“. Von Stefan Jacobs
Während sich das Spitzenpersonal der SPD schwertut mit Verzicht, passiert im Mittelbau Bemerkenswertes: „Wir müssen demütig anerkennen, dass ein Großteil der Bürger*innen uns nicht mehr als die führende politische Kraft in Berlin sieht“, schreibt der Fast-Abgeordnete Fabian Fischer in einem Brief an seine Partei. Er war durch ein Überhangmandat ins neue AGH eingezogen, während es für andere nicht mehr reichte. Deshalb gibt Fischer sein Mandat jetzt an den Neuköllner Marcel Hopp (SPD) ab: „Ich mache damit den Weg frei für einen sehr guten Freund und einen der besten Abgeordneten, die ich kenne“. Zugleich schwört er der SPD seine Treue: „Ich werde weiterhin unsere Abgeordneten Franziska, Derya und Marcel unterstützen.“