Was Sensoren in Berlin alles messen

Einperler und Winkelkodierer gibt’s in Berlin mehr als 1000-mal – mit ihnen wird der Wasserstand ermittelt. Die Detektoren zeigen ein neues Bild der Stadt. Von Stefan Jacobs

Was Sensoren in Berlin alles messen
Foto: Imago/Jürgen Held

Was haben Drucksonden, Einperler, Winkelkodierer und Radar gemeinsam? Mit ihnen misst die Verwaltung Wasserstände (an 62 Stellen in Gewässern und an 1025 Grundwassermessstellen). Weitere „Sensordaten im Land Berlin“ (Q: Umweltverwaltung auf FDP-Anfrage): Luftgüte, Bodenfeuchte sowie Temperaturmessungen bis in 20 Meter Tiefe, außerdem permanente Radverkehrszählung an 19 Orten. Sensortionell! Was der Senat nicht erwähnt: Auch im Hauptstraßennetz gibt es Sensoren, die z.T. auch das Tempo von Autos und Lastwagen messen. Und, was fährt man so in Berlin, z.B. am stauarmen vergangenen Sonntag? In der Müggelheimer Straße beispielsweise im Mittel (!) 59,3 km/h, in der Köpenicker Straße 60,1, auf dem Adlergestell 58,7, in der Waltersdorfer Straße 58,6, auf der Rhinstraße 57,5 km/h – überall bei erlaubtem Tempo 50.