Bis zu 18 Euro pro Quadratmeter: Die teuren Neubaumieten der landeseigenen Wohnungsunternehmen
Berlin hatte seinen Wohnungsgesellschaften eigentlich einen Mietendeckel von 15 Euro pro Quadratmeter verpasst. Doch bei Neubauten wird der kaum eingehalten, zeigt eine Anfrage. Von Nina Breher.
Die Frage nach der Angemessenheit stellt sich auch bei den Neubaumieten der Landeseigenen. Bis zu 18 Euro pro Quadratmeter zahlen Mieter. Das geht aus einer Anfrage des Linken-Abgeordneten Niklas Schenker hervor. Für Neubauten geben die Wohnungsgesellschaften 18 (WBM), 17,71 (Stadt und Land), 17,38 (degewo), 17 (Howoge) und 15 Euro (Gewobag) an; die Gesobau nennt einen Durchschnittswert: 15 Euro. Zufall, dass es sich dabei exakt um den in der Kooperationsvereinbarung „leistbare Mieten“ angegebenen Wert von 15 Euro für genau diese Wohnungen handelt, den sie – wie es in der Vereinbarung etwas unklar formuliert ist – durchschnittlich insgesamt nicht überschreiten sollen?
Die Stadt und Land gibt zum Beispiel an, dass 24 ihrer 52.500 Wohnungen für mehr als 15 Euro pro Quadratmeter vermietet sind. Was die Wiedervermietung angeht, ist die Stadt und Land übrigens die langsamste der Landeseigenen: Während alle anderen mitteilen, ihre Wohnungen innerhalb von einem bis anderthalb Monaten wieder zu vergeben, brauchte sie 3,4 Monate (2023). An fehlendem Bedarf wird’s nicht liegen.