„Grundsätzlich nur noch unbefristete Vermietung“: Berlin verschärft Wohnungspolitik in Milieuschutzgebieten
In Berlin findet man inzwischen nur noch mit Glück Wohnungsangebote, die nicht befristet und möbliert – und damit unter Umständen sogar bezahlbar sind. Doch nun sagt Berlin dieser Vermietungspraxis endlich den Kampf an, zumindest in bestimmten Kiezen.
„Wir wollen in sozialen Erhaltungsgebieten grundsätzlich nur noch die unbefristete Vermietung von Wohnraum zulassen“, sagte Martin Pallgen, Sprecher der Senatsstadtentwicklungsverwaltung, dem Checkpoint. Man strebe „ein grundsätzliches Verbot von Wohnen-Auf-Zeit-Modellen“ in diesen Gebieten an.
Der Bezirk Neukölln verfährt bereits seit einigen Monaten so. Nun will der Senat, diese Praxis berlinweit vorschreiben. Als Hebel soll eine neue Antragspflicht dienen: Will ein Vermieter seine Wohnung befristet auf den Markt bringen, braucht er in Zukunft eine Genehmigung vom Bezirksamt. Liegt die Wohnung in einem der 82 Milieuschutzgebiete (eine Straßenliste gibt’s hier), bekommt er diese nicht.