einiges los heute: BER-Jubiläum, Halloween, der letzter Tag der Herbstferien. Und zu allem Überfluss ist auch noch in der halben Republik Feiertag. Frei nach Martin Luther: Hier kommt der Checkpoint. Er kann nicht anders.
Wir starten feierlich: Heute begeht der Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“, besser bekannt als BER, seinen fünften Geburtstag. Man feiere „eher leise“, schreibt uns Flughafen-Sprecherin Sabine Deckwerth. „Es ist zwar Feiertag in Brandenburg, aber unsere operativen Mitarbeitenden haben tüchtig zu tun.“ Morgen werden 85.000 Passagiere erwartet, am Wochenende zum Ferienende insgesamt 250.000 Passagiere.
Auch der Checkpoint gratuliert zu fünf Jahren beziehungsweise 1827 Tagen Flughafenbetrieb. Unser Count-Up seit Nicht-Eröffnung blieb damals übrigens erst bei 3073 Tagen stehen. Dass wir ihn überhaupt stoppen konnten, lag auch an Engelbert Lütke Daldrup. Am 31. Oktober 2020 drückte der damalige BER-CEO „trotz Baukladderadatsch und Corona“ gemeinsam mit den Airline-Chefs von Easyjet und Lufthansa auf den roten Knopf.
Für die Zukunft des BER hat Lütke Daldrup zwei Wünsche: „Erstens mehr Engagement der Lufthansa für Interkontinentalflüge zum BER und zweitens mehr internationale Flugrechte von der Bundesregierung.“ Da die CSU „nicht mehr das Verkehrsministerium beherrscht“, müsste das eigentlich möglich sein, glaubt Lütke Daldrup.
Warum der BER international so schlecht angebunden ist und wie es besser werden könnte, schreibt Checkpoint-Kollege Christian Latz in diesem Text (T+).
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Weiter geht’s mit dem BER der S-Bahn: Wir haben ehrlicherweise aufgehört zu zählen, wie oft die Eröffnung der S-Bahnlinie S15 bereits verschoben wurde (erstmals wurde sie für 2017 angekündigt). Nun steht mal wieder ein neuer Termin fest: Ab dem 28. März 2026 sollen die Bahnhöfe Westhafen und Wedding mit dem Hauptbahnhof verbunden werden, heißt es aus Bahnkreisen.
Die Verbindung ist nur eine Teilstrecke des Gesamtprojekts S21. Entstehen soll eine zweite Nord-Süd-Verbindung zwischen dem nördlichen S-Bahn-Ring und dem Bahnhof Yorckstraße, perspektivisch sogar bis zum Südkreuz. Wette: Bis diese Verbindung vollendet ist, ist der BER längst erwachsen.
In Berlin findet man inzwischen nur noch mit Glück Wohnungsangebote, die nicht befristet und möbliert – und damit unter Umständen sogar bezahlbar sind. Doch nun sagt Berlin dieser Vermietungspraxis endlich den Kampf an, zumindest in bestimmten Kiezen.
„Wir wollen in sozialen Erhaltungsgebieten grundsätzlich nur noch die unbefristete Vermietung von Wohnraum zulassen“, sagte Martin Pallgen, Sprecher der Senatsstadtentwicklungsverwaltung, dem Checkpoint. Man strebe „ein grundsätzliches Verbot von Wohnen-Auf-Zeit-Modellen“ in diesen Gebieten an.
Der Bezirk Neukölln verfährt bereits seit einigen Monaten so. Nun will der Senat, diese Praxis berlinweit vorschreiben. Als Hebel soll eine neue Antragspflicht dienen: Will ein Vermieter seine Wohnung befristet auf den Markt bringen, braucht er in Zukunft eine Genehmigung vom Bezirksamt. Liegt die Wohnung in einem der 82 Milieuschutzgebiete (eine Straßenliste gibt’s hier), bekommt er diese nicht.
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Im Kampf um Deutungshoheit schaffen Begriffe wie „Cancel Culture“, „Sprachverbot“ oder „Genderzwang“ Lager, die sich nicht mehr überzeugen, sondern nur noch besiegen wollen. Soll man sich auf den Kulturkampf einlassen oder ihn verweigern? Darüber diskutieren am Dienstag am Pariser Platz 4 Annett Meiritz, Sasha Marianna Salzmann, Wolfgang Ullrich, Anh-Linh Ngo und Manos Tsangaris, Eintritt 7,50 / ermäßigt 5,-.
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Erfrischend ehrlich arbeitet der Bezirk Spandau seine eigenen Versäumnisse im Fall des Ende September ausgebüxten Kängurus auf. Auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten June Tomiak, erklärt das Bezirksamt, dass es zwar gewusst habe, dass „seit mehreren Jahren“ in Kladow Wallabys gehalten werden. Eine Kontrolle seitens der unteren Naturschutzbehörde fand jedoch „erst kürzlich statt“.
Zwar ist die Haltung von Kängurus an sich in Berlin nicht genehmigungspflichtig. Das entsprechende Gehege allerdings schon. Diese Genehmigung gab es offenbar nicht, der Antrag „wird derzeit bearbeitet“, erklärt das Bezirksamt. Bleibt die Frage: Hat der Bezirk über Jahre wissentlich weggeschaut oder den Antrag über Jahre nicht bearbeitet? Denkbar wäre beides.
Seit Monaten wirbt Berlin um die von der Trump-Regierung vergraulten US-Forscher (sogar in der New York Times). Der große Erfolg blieb bislang aus, wie eine Checkpoint-Abfrage an den Unis ergab: Die FU meldet, derzeit sei ein „leichter Anstieg“ bei Anfragen von internationalen Nachwuchswissenschaftlern zu beobachten. Darunter seien auch Forscher aus Einrichtungen in den USA, deren Förderung eingestellt wurde.
Ähnlich äußert sich die UdK. Die HU ergänzt: „Um vermehrt Wissenschaftler*innen aus den USA für die Berliner Universitäten zu gewinnen, muss die Berliner Landespolitik finanzielle Planungssicherheit gewährleisten und ein Finanzierungsniveau sichern, das den Hochschulen Gestaltungsspielräume hierfür lässt.“
Tatsächlich hat die Wissenschaftsverwaltung inzwischen eine Art Fonds angeleiert, um Forscher aus dem Ausland zu gewinnen. Vier Millionen Euro pro Jahr sind dafür im nächsten Doppelhaushalt vorgesehen, der gerade im Abgeordnetenhaus auf Zustimmung wartet. Das Geld soll an die Einstein Stiftung gehen, bei der sich dann die Berliner Unis bewerben können.
Noch im Juli hatte der Senat der Stiftung allerdings vier Millionen Euro gekürzt. Ab 2026 kommen wieder vier Millionen über den Fonds dazu. Falls Sie das für Schönrechnerei halten: Senat und Einstein Stiftung beharren darauf, dass nun mehr Geld zur Verfügung steht. Schließlich seien die Mittel exklusiv für „internationale Spitzenberufungen“ vorgesehen. Wir merken uns: Auch die Berliner Förderlandschaft ist eine Wissenschaft für sich.
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Letzte Chance! Die sensationellen Bronzen von San Casciano – 2022 im Schlamm eines etruskisch-römischen Heiligtums entdeckt – sind noch bis zum 9. November in der James-Simon-Galerie zu sehen. Die Ausstellung auf der Museumsinsel zeigt einzigartige Statuen und neue Funde von 2024. Ein Blick auf antike Rituale und Kulturgeschichte.
www.smb.museum/sancasciano
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Lehrplan für den Ernstfall rüsten. Schulen sollten in einer Doppelstunde pro Jahr behandeln, „welche Bedrohungsszenarien es geben kann und wie man sich darauf am besten vorbereitet“ (Q: Handelsblatt). Dobrindt hofft, die Jugendlichen könnten das Krisenwissen in ihre Familien tragen.
Schüler als Krisenmanager also? „Viel zu einfach gefasst“, entgegnet Berlins Landesschülersprecher Orçun Ilter (SPD) im Gespräch mit dem Checkpoint. Dass sich Schüler mit Kriegen und Krisen auseinandersetzen setzen, hält auch er für sinnvoll. Das Thema müsse fester Bestandteil des Politikunterrichts sein, sagt Ilter. Aber man dürfe „die Verantwortung nicht allein bei den Schülern abladen“, deren psychische Gesundheit unter den Kriegen ohnehin leidet.

Berliner Schnuppen
Telegramm
Eigentlich will die Hertie School vor allem Führungskräfte für Politik und Wirtschaft hervorbringen. Jetzt schlägt sich die private Hochschule mit ihrer eigenen Präsidentenwahl herum: Der Wahlkampf findet überraschend ohne die Amtsinhaberin statt. Cornelia Woll wurde von der Wiederwahl ausgeschlossen. Kollege Tilmann Warnecke kennt die Hintergründe.
Wichtige Durchsage zum Ferienende: Ab sofort können Berliner Schüler ab 16 Jahren und Lehrkräfte die Ausstellung über das von der Hamas überfallene „Nova Music Festival“ kostenlos besuchen. Interessierte Schulen können sich laut Veranstalter unter schulen@novaexhibition.com anmelden. Schüler, die allein kommen, brauchen nur einen Ausweis.
Unbekannte haben 66 Gräber auf einem Reinickendorfer Friedhof mit russischen Propaganda-Symbolen beschmiert. Laut Bezirk wurde auf den Kriegsgräbern ein „Z“ in lila Farbe gezeichnet, das sich auch Putins Truppen beim Angriff auf die Ukraine auf ihre Panzer malten. In Reinickendorf häuften sich zuletzt die Grabschändungen.
Wir teilen ein paar Internet-Weisheiten über den Berliner Nahverkehr: Auf der Plattform „Reddit“ wundert sich ein Nutzer, warum man immer mindestens 30 Minuten braucht, wenn man mit dem ÖPNV irgendwo hin möchte. "Das ist die Berliner Halbe Stunde", klärt ein anderer auf. "Egal wie man sich innerhalb des S-Bahn-Rings fortbewegt, man braucht immer ‘ne halbe Stunde. Und weil man immer erst losgeht, wenn man da sein soll, ist man die Berliner halbe Stunde zu spät."
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Wir reisen weiter und steigen neidisch in Magdeburg aus: Der anhaltinische Hauptbahnhof wurde kürzlich von der "Allianz pro Schiene” zum “Bahnhof des Jahres” gekürt. Der Berliner Hauptbahnhof holte die Auszeichnung zuletzt vor 18 Jahren und musste sie sich damals (auch das noch!) mit Landsberg am Lech teilen.
Berlins Halloween-Hochburg liegt zwar in Dahlem, aber blutig wird es heute in Spandau. In der Havelklinik ruft das Rote Kreuz ab 15 Uhr zur großen Blutspendeaktion. Halloween-Deko und Kürbissuppe inklusive. Zur Anmeldung hier entlang.
Falls Sie auf eine etwas andere Halloween-Party Lust haben, empfehlen wir Ihnen den Leseabend der toten Sprachen am Berliner Antik-Kolleg. Auf dem Programm stehen unter anderem „Auszüge aus dem mittelniederdeutschen Berliner Totentanz“, „Gruselgeschichten aus der Gegenreformation (Altlitauisch)“ und „Wie Alexander der Große seine Barbiere hin-richtete: Eine Geschichte auf Tschagataiisch“.
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Sexualität, Zyklus und Schwangerschaft: Chefärztin Prof. Dr. Mandy Mangler spricht mit Tagesspiegel-Redakteurin Esther Kogelboom über alles, was medizinisch für Frauen wichtig wird. Wissenschaftlich eingeordnet, klischeefrei und selbstermächtigend.
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Wir tauchen ab ins Studentenleben: Der Linken-Abgeordnete Kristian Ronneburg befürchtet, dass viele Studierende gar nicht schwimmen können. “Konkrete Daten zur Schwimmfähigkeit der Berliner Studierenden liegen nicht vor”, lässt die Wissenschaftsverwaltung zu seiner Anfrage wissen. Wie auch? Bis auf einen “stark nachgefragten” Rettungsschwimmkurs an der TU, gibt es laut Senat an den Berliner Unis keine Schwimmkurse für Studierende mehr.
Ein stressiger Samstag steht der Berliner Polizei bevor. Entgegen der Gepflogenheit tragen sowohl Union als auch Hertha an diesem Tag ein Heimspiel aus. Letztere zu allem Überfluss auch noch gegen Dynamo Dresden, deren Anhängerschaft nicht als die harmoniesüchtigste gilt. Die Deutsche Fußball Liga begründet die unübliche Ansetzung mit (kein Witz) dem Feiertag Allerheiligen. Julius Geiler weiß, wie es dazu kam.
Zitat
„Menschen, die sich nicht selber lieben, werden auch nicht geliebt. Ich glaube, dass das auch für Städte gilt.“
Burkhard Kieker, Chef der Tourismusagentur Visit Berlin, mit einem subtilen Appell an alle Berlinerinnen und Berliner.
Stadtleben
Verlosung – Schon der Titel ist toll: „A Complicated Woman“ heißt das aktuelle Album der Britin Self Esteem. Klar, wer ist denn bitte nicht kompliziert und wie langweilig wäre das auch?! Die Sängerin, mit richtigem Namen heißt sie Rebecca Lucy Taylor, singt über weibliche Lust, Altersdiskriminierung, Alkoholkonsum und innere Zerrissenheit (hier ein Teaser), persönlich, humorvoll, politisch. Am Mittwoch (5.11.) spielt sie im Säälchen und wir verlosen 1x2 Karten für das Konzert! 20 Uhr geht es los, reguläres Ticket 28 Euro, Holzmarktstraße 25, S-Bhf Ostbahnhof
Trinken – Cava teilt ein Schaumweinschicksal mit deutschem Sekt: Lange war er nur als günstiger Sprudel aus Riesenkellereien bekannt und ging im Partytreiben unter. Doch Cava, dessen Heimat hauptsächlich unweit von Barcelona liegt, setzt zum Qualitätssprung an: Nie war das Reglement für den spanischen Schaumwein strenger, auch was die Verpflichtung zum Bio-Anbau angeht. Der beste Ort, um sich einen Überblick über diese Welt zu verschaffen, ist die „Bar Raval“. 18 verschiedene Schaumweine stehen dort auf der Karte, Tendenz steigend. Und sie sind so kalkuliert, dass man sich mit Freunden gut eine Flasche zu Tapas leisten kann. Auch gut: Wermut von Fass – und natürlich die Tapas dazu. Mo-Do 18-22 Uhr, Fr 18-23, Sa 17-23, So 17-22 Uhr, Lübbener Straße 1, U-Bhf Schlesisches Tor
Noch hingehen – Ihre Bilder sind faszinierend, ihr Leben tragisch: Der Malerin Lotte Laserstein (1898-1993) prognostizierte das Feuilleton Ende der 1920er einen glanzvollen Aufstieg. Dann kamen die Nazis. Erst kurz vor Lasersteins Tod in ihrer Exilheimat Schweden begann ihre langsame Wiederentdeckung, ihr Hauptwerk „Abend über Potsdam“ gehört seit 2010 der Nationalgalerie. Jetzt hat man – nur noch bis morgen – die seltene Gelegenheit, selbst etwas von dieser großartigen Menschenmalerin zu besitzen: Die Galerie Gräfe Art Concept zeigt und verkauft zahlreiche Zeichnungen und Gemälde aus einer Sammlung; die Bleistiftzeichnung „Junge Frau mit abgestütztem Kopf“ ist zum Beispiel für 3.900 Euro zu haben. Fr/Sa 13-20 Uhr, Knesebeckstraße 89, S-Bhf Savignyplatz
Last-Minute-Grusel – Tipp fürs Ferienende: eine Halloween-Gespenster-Rallye an einem sehr besonderen Ort. Die ehemalige Lungenheilstätte in Beelitz und ihr Baumkronenpfad sind für junge Lost-Places-Fans immer ein spannendes Ziel, aber besonders im Herbst regen die verlassenen Gebäude und das bunte Laub der Bäume, die auf den Ruinen wachsen, die Fantasie besonders an. Heute und morgen (10-18 Uhr) warten auf Kinder dort auch noch zwölf spannende Aufgaben: von Spinnenfadenziehen über den Geister-Keller im alten Frauenpavillon bis hin zu Stockbrot an der Feuerschale. Dazu sprechende Bäume und Riesenspinnen. Die Teilnahmekarte gibt es am Eingang, Verkleidungen sind natürlich willkommen. Beelitz-Heilstätten, Straße nach Fichtenwalde 13, 17/12 Euro (bis 6 J. frei)
Grübelstoff – Rosenkohl, Wirsing und Sauerkraut, sind das Gerichte, die Sie erst als erwachsener Mensch für sich entdeckt haben? Oder mögen Sie Kohl & Co. etwa immer noch nicht?
Kiekste
Happy Halloween! Aber übertreiben Sie es bitte nicht, wie hier in Friedrichshain. Dank an Chris Schlichting! Weitere Gruseleien gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Noch bis Montag, 5 Uhr, kommt es im Bereich des Autobahndreiecks Funkturm zu umfangreichen Sperrungen.
Bitterfelder Straße (Marzahn): Auf der Bitterfelder Brücke steht bis 14 Uhr für beide Fahrtrichtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung.
Regionalverkehr – RB22: In den folgenden Nächten (bis 4./5.11.) werden, jeweils von 20.15 bis 7 Uhr, mehrere Züge über Schönefeld (bei Berlin) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
Demonstration – Für heute sind 17 Demos angemeldet (Stand 30.10., 17.30 Uhr), u.a. „bunt statt braun“: fünf Menschen, Omas gegen rechts, Jungfernstieg 4B (9-11 Uhr)
„FREEDOM IS OUR RELIGION – Demonstration gegen die Abschaffung der Vereinsfreiheit durch das sog. ‚Kuttenverbot‘“: 100 Demonstrierende, Bernau, Karl-Marx-Allee, Unter den Linden, Südstern, Alt-Biesdorf (15-19 Uhr)
„Neue Wege in der psychischen Gesundheit: Ketamin als Hoffnungsträger und die Entkriminalisierung von Drogen“: 150 Teilnehmende, Görlitzer Straße 1 (18-20 Uhr)
„Hoffnung in gewaltreichen Zeiten“: 20 Menschen, Antonplatz 1 (19-22 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 32 Demos, u.a. „Gegen das Sonderregister für trans Personen! Gegen neue Rosa Listen! Selbstbestimmung erkämpfen!“: 30 Menschen, Karl-Marx-Straße 83 (15-18 Uhr)
„Mahnwache für eine 80-jährige Fußgängerin, die im Berliner Straßenverkehr getötet wurde“: 15 Teilnehmende, VCD Nordost, Lehrter Straße 42 (16-16.30 Uhr)
„Aktion zum Thema mentale Gesundheit deutscher Jugendlicher (insbesondere an Schulen) und Gedenken der jugendlichen Suizidopfer der letzten Jahre“: 150 Menschen, Stiftung Bildung Bundesschülerkonferenz, Lustgarten (16-18 Uhr)
„Welt Kobane Tag“: 100 Demonstrierende, Karl-Marx-Allee/Petersburger Straße, Alexanderplatz/Weltzeituhr (17-20 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind neun Demos, u.a. „Zur Thematisierung der aktuellen Erbschaftssteuerdebatte möchten wir mit einem Erbschaftssteuerglücksrad im Mauerpark mit Passanten ins Gespräch kommen“: 30 Menschen, Netzwerk Steuergerechtigkeit, Bernauer Straße 63 (14-18 Uhr)
„Nächster Halt: Sonntag! – Für demokratischen Zusammenhalt und eine lebenswerte Zukunft für alle“: 50 Teilnehmende, Bebelplatz (16-17.30 Uhr)
„Lichterkette für Demokratie und Vielfalt Unser Dorf bleibt bunt“: 40 Menschen, Alt-Blankenburg 12 (18-18.30 Uhr)
Gericht – Gegen einen 25-Jährigen, der im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt eine verbotene Terror-Organisation verherrlicht haben soll, kommt es zum Prozess. Der Mann soll in sozialen Medien mehrfach Fotos von schwer bewaffneten Männern mit dem Logo einer verbotenen Terror-Organisation veröffentlicht haben soll. Zudem habe er bei Demonstrationen die umstrittene Parole „From the river to the sea“ skandiert (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A704).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Am 31.10. hat die immer noch umtriebige Annette Ahme Geburtstag. Sie feiert in ihrem geliebten Kreuzberg mit einem Musikabend in der Passions-Kirche am Marheinekeplatz. Viel Erfolg wünscht Schmargendorf“ / „CARINA Berge (70), die beste Ehefrau der Welt und die innigsten Glückwünsche meiner ‚Amsel‘.“ / Andrea Breth (73), Regisseurin, bis 1997 Künstlerische Leiterin der Berliner Schaubühne, 2019 Nestroy-Theaterpreis für das Lebenswerk / Engelbert Lütke Daldrup (69), Stadtplaner, 2014-2017 Staatssekretär (Berlin), 2017-2021 Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH / Liv Lisa Fries (35), Schauspielerin(„Babylon Berlin“, „In Liebe, Eure Hilde“) / Ramona Pop (48), Politikerin (Grüne), 2016 bis 2021 Bürgermeisterin sowie Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, seit 2022 Vorständin der Verbraucherzentrale / Marten Winkler (23), Fußballprofi, bei Hertha BSC unter Vertrag
Sonnabend – „Dem 1. KHK a.D. Manfred Bartkowski zum 90. Geburtstag alles Gute u. viel Freude mit der großen Familie. Dein kleiner Bruder Erhard“ / Margit Gottstein (65), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), bis 2024 Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, zuvor Staatssekretärin in Berlin / Ingeborg Junge-Reyer (79), Politikerin (SPD), ehemalige Senatorin für Stadtentwicklung und ehemalige Bürgermeisterin von Berlin / Katja Riemann (62), Schauspielerin („Abgeschminkt!“, „Comedian Harmonists“)
Sonntag – Andreas Bourani (42), Popsänger, der WM-Song „Auf uns“ wurde 2014 nach dem Sieg der deutschen Mannschaft im Maracanã-Stadion in Brasilien gespielt, beim Empfang der Spieler auf der Berliner Fanmeile trat Bourani damit live auf / „Sabine wünscht ihrem Mann Jogi und unserer Freundin Ursel zum 75. Geburtstag alles Liebe, Gesundheit und endlich ein Hole-in-one 😀. Lasst es heute krachen!“ / Frank Diez (75), Gitarrist, Komponist und Produzent, u.a. bei der Peter-Maffay-Band
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Renate Lina Gebhardt, * 9. März 1936, verstorben am 10. Oktober 2025 / Angelika Kostro (geb. Böse), * 9. November 1946, verstorben am 17. Oktober 2025 / Alexandra Stolle, * 17. März 1976, verstorben am 1. Oktober 2025
Stolperstein – Witti Großmann geb. Neutuch (*1886) wuchs in Sereth (heute Rumänien) auf und zog um 1910 mit ihrem Mann Nathan und zwei Söhnen nach Berlin. 1912 wurde dort ein weiteres Kind geboren. Über das Schicksal ihres Mannes und der Kinder gibt es keine Informationen, ab 1939 wohnte Witti allein bei der Familie ihrer Schwägerin. Als diese Berlin im Sommer 1939 in Richtung Polen verließ, um ihrem abgeschobenen Mann zu folgen, ging Witti sehr wahrscheinlich mit. Nach dem deutschen Überfall auf Polen wurde Witti im Ghetto Litzmannstadt interniert, wo sie am 31. Oktober 1944 ermordet wurde. An sie erinnert ein Stolperstein in der Kastanienallee 74 in Prenzlauer Berg.
Encore
Wir schulden Ihnen noch ein Ergebnis. In unserer Checkpoint-Mathe-Stunde am Mittwoch wollten wir wissen: Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Neuwahl der Feldkoordination für das Tempelhofer Feld? Zur Erinnerung: Knapp 2,5 Millionen wahlberechtigte Berliner, 290 abgegebene Stimmen.
Checkpoint-Leser Gerd Bleicher liefert die richtige Antwort: „0,0116 Prozent oder 0,116 Promille”. Und er analysiert folgerichtig: „immer noch fahrtüchtig“. Prost, auf die Demokratie!
Mitgetextet und recherchiert an diesem Checkpoint haben Sönke Matschurek und Christoph Papenhausen. Das Stadtleben hat Antje Scherer zusammengestellt. Produktion: Paula Hitzemann. Morgen prostet Ihnen hier Jessica Gummersbach zu.
Auf bald!