Petition für ein bundesweites Böllerverbot

Eine jedoch scheint es ernst zu meinen: Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte gestern: „Ich erhoffe mir, dass jetzt endlich mal ein Umdenken erfolgt.“ (Q: Abendschau) Sie strebt eine Länderöffnungsklausel im Sprengstoffrecht an, damit Berlin ein Böllerverbot mit Ausnahmezonen errichten kann – also die Situation von heute (Böllern überall, mit ein paar Verbotszonen) einfach umdrehen würde. Allerdings: Berlin ist damit schon zweimal im Bundesrat abgeblitzt. Und gestern kam bereits die Antwort des Bundesinnenministeriums: Dafür gebe es derzeit keine politischen Mehrheiten. Warum ein Verbot ohnehin nicht funktionieren würde, hat mein Kollege Alexander Fröhlich hier kommentiert.

Unter anderem wegen Sprangers CDU-Kollegen im Senat: Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, der an anderer Stelle gern hart durchgreift (Beispiel: Görli) bleibt beim Knallen freiheitsliebend: „Meine Position zu einem Böllerverbot ist bekannt: Die allermeisten Berlinerinnen und Berliner haben den Jahreswechsel friedlich gefeiert. Warum sollten wir ihnen und ihren Familien eine fröhliche Silvesternacht mit traditionellem Feuerwerk versagen?“

Vielleicht ging es im südlichen Spandau einfach etwas beschaulicher zu?