Berliner Steuerberater geht von Millionenbetrug bei Soforthilfen aus

Viele Unternehmer hätten Corona-Gelder erhalten – Steuerberater Bernd Reck meint, zu Unrecht. Er spricht von „mehreren hundert Millionen“ Euro Schaden.

Berliner Steuerberater geht von Millionenbetrug bei Soforthilfen aus
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Berliner Steuerberater Bernd Reck geht davon aus, dass Berlin und Bund „mehrere hundert Millionen“ Euro an Corona-Soforthilfegeldern zurückfordern müssten. Er hat 36 Antragsteller beraten und kam zum Schluss, dass 31 von ihnen ihre Soforthilfen ganz oder teilweise zurückzahlen müssten. Reck zufolge haben viele Unternehmer 9000 Euro Soforthilfe beantragt, die ihnen aber nur zugestanden hätten, wenn sie drei Monate komplett im Minus gewesen wären. Viele hätten aber ab Mitte Mai bereits wieder Geschäfte gemacht, Friseure und Handwerker sogar früher. Zurückgezahlt haben die wenigsten, seine Klienten hätten sich über das „Berliner Geschenk“ gefreut. „Je länger man das Geld hat, desto mehr denkt man, das steht einem zu“, sagt Reck. Allein bei den von ihm betreuten 36 Fällen handelt es sich um Rückzahlungen von fast 200.000 Euro. Er hat sich an das Bundeswirtschaftsministerium gewandet, dort verwies man ihn an die Berliner Wirtschaftsverwaltung. Reck: Die „schaltet auf taub und reagiert nicht.“