Verkehrschaos im Überblick: Wie die Ampelschaltungen am Treptower Park schon geändert wurden – und was noch fehlt
Die Beseitigung des Radweges an der Elsenbrücke zugunsten einer weiteren Autospur wird schwieriger als zunächst angenommen. Wie nachjustiert wurde, um das Chaos am Treptower Park zu lindern, teilte die Verkehrsverwaltung Antje Kapek (Grüne) auf Anfrage mit. Von Stefan Jacobs.
Die Beseitigung des Radweges an der Elsenbrücke zugunsten einer weiteren Autospur wird wegen offener Statikfragen und Platzproblemen schwieriger, als der anregende Springer-Kolumnist und die Verkehrsverwaltung sich das vorgestellt hatten. Wie nachjustiert wurde, um das Chaos am dicken Ende der A100 am Treptower Park zu lindern, zeigen die noch unveröffentlichten Verwaltungsantworten auf eine Anfrage von Antje Kapek (Grüne), die dem Checkpoint vorliegen.
Die Grünphase für die Autobahnabfahrt wurde demnach Mitte September von 32 auf 19 Sekunden verkürzt. Zugleich wurde die „Räumzeit“ (in der die einen schon und die anderen noch Rot haben) an der Puschkinallee/Elsenstraße verlängert gegen die chronische Kreuzungsverstopfung. An der Martin-Hoffmann-Straße (zwischen S-Bahn-Ausgang und Treptower) wurde wiederum die Grünphase für die Autos noch verlängert.
Eigentlich sollen die Ampeln verkehrsabhängig gesteuert werden („weiterhin vorgesehen“), aber „ein Termin kann noch nicht genannt werden“. Kapek zweifelt deshalb, ob die Freigabe der A100 rechtens war. Denn laut Planfeststellungsbeschluss müssten die Ampeln so koordiniert werden, „dass sich – unter angemessener Berücksichtigung konkurrierender verkehrlicher Anforderungen – ein möglichst störungsfreier Verkehrsfluss einstellen kann“.