Schornsteinfeger werben für schwarze Tiere

Bevor alle schwarz sehen: Schwarz ist eine Glücksfarbe. Zumindest für Alain Rappsilber, seit 30 Jahren Schornsteinfeger und Glücksbringer in Kreuzberg. Zwar kraucht der 47-Jährige nicht mehr in verrußte Schlote von Ofenheizungswohnungen, dafür kontrollieren er und seine 500 Kolleginnen und Kollegen verruchte Gasanlagen oder die Kohlenmonoxid-Abfuhr in verräucherten Sisha-Bars. Rappsilber weiß nicht erst seit der Pandemie: „Luft ist ein Lebensmittel.“ Genau wie die Liebe. Deshalb beliebt der Schornsteinfeger am Freitag, den 13. („mein absoluter Glückstag“) im Berliner Tierheim reinzufegen, um ein paar Vorurteile wegzubürsten – über schwarze Tiere. Denn Katzen, Hunde und Hühner mit dunklem Fell sind den Menschen schwerer vermittelbar. Deshalb posieren nun schwarze Feger und dunkle Feller für einen stimmungsaufhellenden Fotokalender. Rappsilber findet: „Auch bei Tieren kommt es nicht auf die Farbe an, sondern auf den Charakter und die Knuffigkeit.“ Black is the new Orange.