"Keine willkürlichen Freistellungen": Neuköllner Stadträtin widerspricht Senatorin nach mutmaßlicher Vergewaltigung in Jugendclub

der Fall ist unfassbar: Eine 16-Jährige berichtet von einer Vergewaltigung in einem Jugendclub in Neukölln und es passiert wochenlang: nichts. Dabei waren die Vorwürfe sowohl dem staatlich betriebenen Jugendclub als auch dem zuständigen Jugendamt des Bezirksamts bekannt, bereits Monate zuvor hatten andere Mädchen von sexuellen Übergriffen im Jugendzentrum in der Wutzkyallee berichtet. Doch weder das Jugendamt noch die Amtsleiterin stellten Strafanzeige.

Im Gegenteil: Das Jugendamt entschied sich offenbar bewusst dagegen, die Polizei zu informieren. Intern wurde das damit begründet, dass durch Ermittlungen die arabischstämmigen Jugendlichen stigmatisiert würden.

Seit einer Woche ist dieser Fall bekannt, gestern forderte Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) die Freistellung der Leiterin des Neuköllner Jugendamts sowie der Mitarbeiter, die von der mutmaßlichen Vergewaltigung wussten. In einem Gespräch mit der Jugendamtsleiterin und der Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke) sei „sehr deutlich“ geworden, dass die Grundlagen des Kinderschutzes und Rechtsvorschriften „deutlich missachtet“ worden seien, sagte Günther-Wünsch.

Was Jugendstadträtin Nagel dazu sagt (und warum sie keine personellen Konsequenzen ziehen will), lesen Sie heute in der Checkpoint-Vollversion.

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