Dozent schult andere Bezirke in der Müllfahndung: „SoKo Müll“ treibt in Neukölln immer mehr Bußgelder ein
In Neukölln wirft seit einigen Jahren die „SoKo Müll“ ein Auge auf Straßen und Parks. Die Undercover-Wächter des Ordnungsamts, ausgestattet mit Nachtsichtgeräten, zeigen zumindest monetär Wirkung: Aus den Antworten des Bezirksamtes auf zwei SPD-Anfragen geht hervor, dass die Einnahmen aus müllbedingten Bußgeldern seit 2021 um das 30-fache gestiegen sind. Von knapp 5000 Euro auf über 150.000 Euro im vergangenen Jahr.
Die Methoden der Müll-Sherriffs, die in Detektiv-Manier Dreckhaufen nach Hinweisen auf die Verursacher durchsuchen, seien inzwischen „landesweit“ gefragt, berichtet Ordnungsstadtrat Gerrit Kringel (CDU) in der Vorlage: Ein Mitglied der Neuköllner „SoKo Müll“ gebe als „einziger Dozent diesbezügliche Seminare“ an der Verwaltungsakademie, um Ordnungsämter aus anderen Bezirken zu schulen.
Gelöst ist der (Ab-)Fall damit noch nicht.