Die Checkpoint-Fortsetzungsgeschichte mit Annett Gröschner

Woche für Woche starten Berliner AutorInnen in unserem Tagesspiegel-Newsletter eine Geschichte. Wie es weiter geht, entscheiden Sie. Lesen Sie jetzt das Intro von Annett Gröschner.

Die Checkpoint-Fortsetzungsgeschichte mit Annett Gröschner
Foto: Thilo Rückeis

„Erzähl mal weiter“ – gemeinsam mit Berliner AutorInnen und Ihnen wollen wir während der Sommerferien Fortsetzungsgeschichten schaffen. Den Auftakt dieser Woche macht Annett Gröschner.

Destination
Von Annett Gröschner

Eine gefühlt halbe Ewigkeit steht der TXL-Bus schon an der Ampel Saatwinkler Damm. Corinna hält das Warten nicht mehr aus, steht auf und tritt an die Tür. Das Flugzeug aus Beirut ist laut App seit einer halben Stunde gelandet, gerade verschwindet der letzte Streifen Tageslicht am westlichen Himmel. Hätte sie wegen des vergessenen Handys nicht nochmal umkehren müssen, wäre sie längst da. Das Display zeigt 1 Prozent Akkuladung und keine Nachricht von ihren Töchtern. Würden sie sie mit der Maske überhaupt erkennen? Seit dem 13. März waren sie verwaschene Bilder bei Zoom, die öfter einfroren. Samirah, die kleine, sah immer aus wie verweint. Corinna hat die Stimme ihrer Mutter im Ohr. Wenn du damals den Stefan aus Karolinenhof behalten hättest, wäre das alles nicht passiert. Als der Bus endlich vor Terminal 1 hält, stürmt sie hinaus und auf den Eingang zu. Die Drehtür rührt sich nicht. Sie rennt zum anderen Eingang. Erst jetzt bemerkt sie, dass kein Licht in der Halle brennt. Sie rüttelt trotzdem an allen Türen. „Verdammt, was ist hier los?“...

Und jetzt sind Sie gefragt – Wie soll es weitergehen? Schicken Sie uns Ihre Fortsetzung (maximal 600 Zeichen) bis spätestens heute um 16 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de. Die beste Idee veröffentlichen wir morgen im Newsletter. Und die gesamte Geschichte (deren Ende wiederum Annett Gröschner am Freitag schreiben wird) lesen Sie am Wochenende im Tagesspiegel und auf Tagesspiegel.de.