Kai Wegners CDU-Schattenkabinett: So reagieren die anderen Parteien

Die Berliner CDU präsentiert bereits ihre Kandidaten für die Ressorts Kultur und Bildung. Die SPD zeigt sich wenig begeistert davon. Und was sagen die anderen Parteien? Von Ann-Kathrin Hipp.

Kai Wegners CDU-Schattenkabinett: So reagieren die anderen Parteien
Foto: Philipp Znidar/dpa

Wer wird was? Das entscheiden designierte Regierungsparteien in der Regel hinter verschlossenen Türen erst kurz vor Abschluss ihrer Koalitionsverhandlungen. Nicht so CDU-Chef und Umfragekönig Kai Wegner (aktuelle Prognose hier). Der entscheidet einfach schonmal vor und gibt für dann „Fall eines Wahlsiegs“ erste Senator:innen bekannt. Musik-Manager Joe Chialo soll die Kultur übernehmen, die gelernte Lehrerin und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Katharina Günther-Wünsch, das Bildungsressort. Damit wäre zumindest die in rot-grün-roten Gesprächen unliebsam hin- und hergeworfene heiße Kartoffel vom Tisch.

Was die potenziellen Partner dazu sagen? „Am 12. Februar entscheiden die Berlinerinnen und Berliner über den Ausgang der Wahl, nicht Herr Wegner von der CDU zehn Tage vorher. Wer mit wem Koalitionsgespräche führt und den Senat bildet, wird nach der Wahl entschieden. Bereits jetzt schon vor dem Ergebnis Posten zu verteilen halte ich für respektlos und unprofessionell“, erklärt Franziska Giffey (SPD) auf Nachfrage. Bettina Jarasch, so heißt es gebetsmühlenartig, kämpfe „für andere Mehrheiten“. Und Sebastian Czaja (FDP)? Will sich lieber nicht äußern. Vielleicht wurde da ja schon ein bisschen verhandelt.