Kino „International“ wird saniert
Hinterm Lockdown geht’s weiter. Und immer wieder geht der Vorhang auf, auch irgendwann wieder im glänzenden Kino „International“ an der Karl-Marx-Allee. Hier verfolgte einst Erich Honecker in einer extra breiten Sitzreihe der SED-Führung genehme Filmpremieren, am geschichtsträchtigen Abend des Mauerfalls erblickte der selbst schon geschichtsträchtige Streifen „Coming Out“ als erster Schwulenfilm der DDR das Filmlicht der Welt, später feierte hier die Berlinale glänzende Abende am silbern glitzernden Vorhang. Nun wird das International national gefördert – nach Checkpoint-Informationen soll es mit 4,3 Millionen Euro aus Bundesmitteln saniert werden. „Gerade in der aktuell schwierigen Situation freut es mich, dass wir einen so wichtigen und geschichtsträchtigen Spielort nicht vergessen“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Cansel Kizlitepe, die an den Haushaltsverhandlungen beteiligt ist, dem Checkpoint. Vom aufgestockten Zukunftsprogramm Kino „werden auch die vielen Programmkinos in unserer Stadt profitieren“. Ein Lichtkegel vorm Vorhang.