Plüschmonster für Verkehrssicherheit: Von Berlin bezahlt, von anderen erfunden

Da die Plüschmonster der Verkehrsverwaltung gerade pausieren, hat sich der CP mit ein paar Nachfragen aus der Deckung gewagt. Wer verantwortet die (von Fachleuten als sinnlos kritisierte) Kampagne „Gemeinsam besser ankommen“? Laut Verkehrsbehörde waren es zwei Agenturen, die in einer europaweiten Ausschreibung „mit der Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen für die Senatsverwaltung beauftragt“ wurden. Und was bekommen sie dafür? „Nach jetzigem Stand belaufen sich die agenturseitigen Kosten für Konzeption, Planung und Umsetzung auf ca. 165.000 Euro.“ Und wer hat’s erfunden? Andere: Die Stadt Aachen und das Baden-Württemberger Verkehrsministerium warben schon früher mit Monstern für Verkehrssicherheit.

Da die Ausschreibung schon 2022 war, haben wir die ehemalige Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) nach der Vorgeschichte gefragt. Nach ihrer Auskunft ging es „in erster Linie um die Entwicklung einer Kommunikation zur Mobilitätswende“. Die sei im Mobilitätsgesetz ebenso vorgesehen wie Verkehrssicherheit, letztere „allerdings insbesondere gewährleistet durch den Umbau der Verkehrsinfrastruktur (Stichwort Priorität für den Umweltverbund, also Rad/Fuß/ÖPNV)“. Hat ja fast geklappt.