Zwischen Waldsaum und Wohnungsbau: Jury präsentiert Feld-Visionen
Anderes Thema: Wenig wird in Berlin so leidenschaftlich verhandelt wie die Zukunft des Tempelhofer Feldes. Die Jury des vom Senat initiierten Ideenwettbewerbs hat jetzt sechs konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt – und nur zwei sehen eine Randbebauung vor. Zwei weitere wollen den Status quo weiterentwickeln, zwei planen unterschiedliche Landschaftsparks. Wie politisch mit diesen Entwürfen umgegangen wird, ist offen – ebenso, was, wie, wann und ob überhaupt etwas umgesetzt werden kann. Unterhaltsam sind sie allemal.
Den Vorschlag „Tempelhofer Atem“ mit Randbebauung im Süden (an der S-Bahn) und Westen (Tempelhofer Damm), Parkhäusern als Lärmschutz zur Autobahn und einem „Waldrand“ am Schillerkiez nennt Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) „charmant“. Andere Teams schlagen eine Straßenbahn rund ums Feld vor, mehr Urban Gardening samt Samenbank für Pflanzen, ein weiterer Entwurf will noch mehr Grün: Ein „Waldsaum“ rund ums Feld, unterbrochen von sogenannten „Wiesenbalkonen“.