Noch keine Genehmigung erteilt: Silvesterparty am Großen Stern kämpft mit Problemen
Das zuständige Bündnis von Kulturschaffenden will ihre Partydemo statt am Brandenburger Tor nun am Großen Stern veranstalten und mit Musiktrucks gegen die Kulturkürzungen von Schwarz-rot protestieren. Aber es gibt mehrere Hindernisse. Von Christian Latz und Valentin Petri.
Der Senat hat den Streit um die zwei Silvesterpartys am Brandenburger Tor zwar für sich entschieden (Checkpoint vom 16.12.), der Jahreswechsel wird in Mitte aber wohl trotzdem doppelt gefeiert. Das unterlegene Bündnis von Kulturschaffenden will die geplante Partydemo nun am Großen Stern durchführen und dort mit Musiktrucks gegen die Kulturkürzungen protestieren. „Wir haben jetzt keine Zeit mehr für Beef und konzentrieren uns auf unsere 100 DJs“, erklärt Veranstalter Armin Mostoffi Kamari. Inzwischen rechnet das Bündnis mit etwa 20.000 statt 100.000 Besuchern. „Durch den Wegfall des Brandenburger Tors haben wir fast alle Unterstützung verloren“, sagt Mostoffi. Auch für die Pyroshow sieht es momentan nicht gut aus.
Das Bezirksamt Mitte hat noch keine Genehmigung erteilt. Das Bündnis habe sich erst am Mittwoch beim zuständigen Grünflächenamt gemeldet und bisher „nicht annährend bearbeitungs- oder prüffähige Unterlagen“ vorgelegt, heißt es vom Bezirk. Ohnehin seien im Tiergarten zusätzliche Sondernutzungen wie ein Feuerwerk „sehr gut zu begründen und mit dem Umwelt- und Naturschutz abzuwägen“. Ein Feuerwerk will anderthalb Kilometer entfernt am Silvesterabend auch der Senat veranstalten. Die nächsten kostenfreien Tickets für die landeseigene Party werden heute freigeschaltet.