Berlins gläserne CDU will weniger transparent sein
Es dürfe nicht „immer alles in die Öffentlichkeit geraten“, klagt CDU-Mann Kai Wegner. Was er damit meint? Ach, nur die Interna aus dem Fraktionschat. Von Lorenz Maroldt
Wir kommen zu den Leiden des Kai Wegner – der CDU-Landesvorsitzende beklagt sich: „Das Problem ist, dass alles immer in die Öffentlichkeit geraten muss, das müssen wir schnellstmöglich abstellen.“ Huch! Verabschiedet sich die CDU etwa in den Untergrund? Ach so, es geht nur mal wieder um den Fraktionschat, der eine geheime Standleitung zum Checkpoint hat, damit wir die Rechts-Schreibfehler korrigieren können. „Das ist mehr als peinlich. Es gibt doch leiderimmer Wichtigtuer“, schimpft der Abgeordnete Kutte Wansner, und die Abgeordnete Katrin Vogel stellt fest: „Sorry, ich komme mir vor wie früher im Osten.“ Das erinnert doch alles stark an eine herrliche Schlagzeile aus dem vergangenen Jahr: „CDU will über mehr Transparenz geheim abstimmen.“ Der Checkpoint wünscht weiterhin viel Vergnügen.