Tagesspiegel sucht Geschichten von 1989

Das Wort Wende ist eigentlich Quatsch. Es suggeriert, dass jemand, der 1989 den Überblick hatte, die Dinge zum Besseren gewendet hat. Aber es hatte niemand den Überblick vor 30 Jahren, als sich bei Revolution und Mauerfall die Tage überholten und sich Berlin mit selbst erkämpfter Freiheit selbst überraschte. Das Blatt der Geschichte wendete sich – und die Menschen, die diese einmalige Geschichte geschrieben haben, sind immer noch da, mitten unter uns. Der Tagesspiegel sucht 30 Jahre danach nach den kleinen und großen Geschichten von damals – von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Mit einer  Erinnerungswerkstatt mit dem Bezirksamt Pankow wollen wir den Schatz der Stadt erfahrbar machen – denn „auch das Unerzählte trägt sich fort“, wie Pankows Bürgermeister Sören Benn erzählt. Und mit einem berlinweiten Schüler-Schreibwettbewerb rufen wir Kinder und Jugendliche auf, ihre Eltern und Großeltern nach Berlins bewegten Zeiten zu befragen. Die besten Texte werden im Tagesspiegel abgedruckt und prämiert (alle Details gibt es hier). Erinnerungen lassen sich teilen, eine Stadt auf Dauer nie.