Metropolranking des IW: Berlin-Brandenburg nur auf Platz 9 von 12

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bewertet die Attraktivität von zwölf Metropolregionen: Das Ruhrgebiet ist an der Spitze, Berlin-Brandenburg nur im unteren Mittelfeld. Von Daniel Böldt.

Metropolranking des IW: Berlin-Brandenburg nur auf Platz 9 von 12
Credit: IMAGO / Dirk Sattler

Lange keinen Städtevergleich mehr gehabt – da kommt diese Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) doch gerade recht: Die Autoren haben sich die Attraktivität von zwölf Metropolregionen angeschaut und kommen zu einem, nun ja, spannenden Ergebnis. Auf Platz 1 thront das Ruhrgebiet, Berlin-Brandenburg kommt gerade mal auf Platz 9 und auf dem letzten Platz landet niemand Geringeres als München.

Das wundert nicht nur den Checkpoint. Die Kollegen von der „Süddeutschen Zeitung“ haben kurzerhand Studienleiter Johannes Ewald zum Interview zitiert und die berechtigte Frage gestellt: „Das Leben zwischen Duisburg und Dortmund soll schöner sein als am Starnberger See oder in Augsburg?“

Das sei auch für sein Team „durchaus überraschend“ gewesen, sagt Ewald. Wobei wir hinter dieser Aussage mal ein Fragezeichen setzen würden angesichts des Auftraggebers der Studie: der Regionalverband Ruhr.

Kriterien für das Ranking waren vor allem Entfernungen zu Kita, Arzt, Sportverein & Co. sowie die Miet- und Immobilienpreise. Entscheidend dürfte aber gewesen sein: Während das Ruhrgebiet fast ausschließlich aus urbanen Zentren besteht, schlug das IW das gesamte Bundesland Brandenburg der Metropolregion Berlin zu, inklusive Prignitz, Uckermark und Lausitz. Auch im Falle Münchens wurden eher ländliche Landkreise mitbetrachtet.

Was Ewald im Interview allerdings auch verrät: Betrachte man alle Landkreise und Städte einzeln, dann lande Berlin auf Platz 1. Damit können wir leben.