Lichtenberger Linke widerspricht Vorwurf, BVV-Skandal inszeniert zu haben, in gemeinsamer Erklärung mit Kerstin Zimmer
Wo wir gerade bei Stürmen in Wassergläsern sind: Pünktlich zum Groundhog Day (2.2.) grüßt wieder die BVV Lichtenberg. Eine Woche ist es her, dass die BVV-Sitzung abgebrochen wurde – weil SPD-Stadtrat Kevin Hönicke die Vorsteherin Kerstin Zimmer (Linke) angebrüllt haben soll. Die Linksfraktion forderte daraufhin den Rücktritt Hönickes. Am Montag kam die Wendung: In einer gemeinsamen Erklärung entschuldigte sich Hönicke bei Zimmer für seinen Ton. Gleichzeitig versicherte diese, er habe sie gar nicht angebrüllt – und den Saal habe sie auch nicht seinetwegen verlassen. Damit überrumpelte sie die eigene Fraktion, die ihr vorwarf, sich selbst zu widersprechen.
War der Skandal nur inszeniert? Nein, schreibt die Linke jetzt in einer neuen Erklärung. „Die Entschuldigung von Kevin Hönicke bei Kerstin Zimmer nehmen wir zur Kenntnis“, heißt es hier. Aber: Über den Abbruch der BVV habe man eine Stunde lang mit anderen Fraktionen beraten. „Wir weisen den Vorwurf einer ‘Inszenierung’ zu Wahlkampfzwecken zurück.“ Kerstin Zimmer, die in der letzten Erklärung nicht zu Wort kam, bedankt sich nun doch bei ihrer Fraktion für „die Solidarität in den vergangenen Tagen“. Wie das alles zusammenpassen soll, wird sie wohl nicht mehr erklären: Sie habe mit dem Vorfall „abgeschlossen“.