SPD-Chef Saleh verliert Vertrauten in der BVV Spandau

Das Geld hat der Spandauer SPD-Politiker Christian Haß inzwischen zurückgezahlt. Sein Rücktritt hat auch Konsequenzen für die Parteispitze. Von Anke Myrrhe und André Görke

SPD-Chef Saleh verliert Vertrauten in der BVV Spandau
Foto: Gregor Fischer/dpa

Die SPD im Berliner Westen hat das nächste Personalproblem: Nachdem dem Spandauer Kreischef Raed Saleh schon der Bürgermeisterkandidat für die Wahl im nächsten Jahr abhanden gekommen ist, verliert er nun einen Vertrauten an der Spitze der BVV: Christian Haß, seit 2011 Fraktionschef, ist zurückgetreten, weil er sich ein Darlehen aus der Fraktionskasse genehmigt hat. Helmut Kleebank, stellvertretender Kreischef, bestätigte den Vorgang am Abend meinem Kollegen André Görke (Spandau-Newsletter hier). Haß, seit 40 Jahren in der Partei, soll in den vergangenen Jahren gesundheitliche Probleme gehabt haben und arbeitslos geworden sein. Den vierstelligen Betrag soll er zurückgezahlt haben. Und auch das Bürgermeister-Problem bleibt ungelöst: Helmut Kleebank hört wie verabredet nach zehn Jahren auf und strebt in den Bundestag. Sein möglicher Nachfolger, ein Schulleiter aus Kladow, war kurz nach seiner Nominierung im Herbst überraschend wegen der Folgen einer Covid-19-Erkrankung zurückgetreten. Und Spandau sucht weiter.