Brandenburger Ministerin nicht wahlberechtigt bei Landtagswahl


Jede Stimme zählt. Für die SPD, auch angesichts von Jan Böhmermanns gestriger Internet-Kandidatur für den Parteivorsitz der Satirischen Partei Deutschlands, kann das Motto in Brandenburg sowieso ein anderes werden: Eine Stimme fehlt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (Porträt hier im E-Paper) könnte sich am Sonntag gegen die in Umfragen gleichauf liegende AfD noch in den märkischen Sand setzen. Und seine eigene Bildungsministerin Britta Ernst streut ihren Teil dazu bei. Denn die in Potsdam lebende Hamburgerin hat es versäumt, ihren neuen Hauptwohnsitz rechtzeitig umzumelden. Nun ist die Landesministerin bei der Landtagswahl nicht stimmberechtigt (via PNN). Wem das noch nicht genug Satire ist: Britta Ernst lebt mit ihrem Mann, Vizekanzler Olaf Scholz, in Potsdam und manchmal auch in Hamburg. Der wiederum bewirbt sich gemeinsam mit der Brandenburgerin Klara Geywitz um den SPD-Vorsitz. Die wiederum muss in ihrem Potsdamer Wahlkreis um jede Stimme fürs Direktmandat bangen. Und hier wiederum könnte Britta Ernst sie wählen. Wenn sie denn wählen könnte.