Merz will kommen, aber die Berliner CDU spekuliert auf NRW-Chef Wüst
Weil Wahlkampf-Termine mit Friedrich Merz noch „in Abstimmung“ sind, erwägt die Hauptstadt-Union eine Alternative: den liberalen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. Von Julius Betschka und Lotte Buschenhagen
Nochmal CDU: Nein! Doch! Oh?! Kommt Parteichef Friedrich Merz zur Unterstützung von Kai Wegner oder nicht? Nachdem die Pressestelle im Konrad-Adenauer-Haus sich gestern auf Checkpoint-Anfrage ausgeschwiegen hatte, gab es am Dienstag nach einiger Aufregung doch noch ein Statement von der Partei: „Termine mit dem Parteivorsitzenden und dem Spitzenkandidaten Kai Wegner werden stattfinden, sie sind derzeit noch in der Abstimmung und werden rechtzeitig bekanntgegeben“, teilte ein Sprecher mit. In Abstimmung? Aha.
Richtig ist: Eine Planung für gemeinsame Termine mit Merz gab es nach Checkpoint-Informationen von Berliner Seite bisher nicht (auch, weil Merz erst auf dem Landesparteitag zu Gast war). Die Hauptstadt-CDU spekuliert lieber auf den liberalen Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Schwarz-grüne Träume deutet dieser schließlich deutlich glaubwürdiger aus als Merz. CDU-Generalsekretär Stefan Evers betonte auf Checkpoint-Anfrage: „Die Unterstützung der Bundespartei wird in diesem Wahlkampf so sichtbar sein wie noch nie in einem Landtagswahlkampf.“ Wie noch nie. Das klingt groß.