Bezirksamt Reinickendorf förderte Schwarzarbeit

Schwarz ärgern tut sich nicht nur die Wirtschaft über Schwarzarbeit. Erst recht nicht, wenn sie vom Bezirksamt Reinickendorf schwarz auf weiß gefördert wird. 90 Millionen Euro hoch ist der Schaden, der laut der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im vergangenen Jahr durch illegale Beschäftigung in Berlin entstanden ist. Besonders oft betrogen wird am Bau, in Restaurants, im Transportgewerbe und bei der Reinigung. Nicolae Caraus, 39, kam aus Moldawien, um in Berlin im Sommer Schulen zu putzen - Arbeiten, die das Bezirksamt Reinickendorf ausgeschrieben hatte. Tagsüber schrubbte er, nachts schlief er in einem heruntergekommenen Haus in Brandenburg. Geld verdiente er nicht, Caraus landete auf der Straße und dann in einer Flüchtlingsunterkunft. Seine Geschichte hat er Ann-Kathrin Hipp und Julius Betschka erzählt – nachzulesen hier. Danach fällt es schwer, die Welt nicht so schwarz zu sehen wie sie manchmal doch ist.