Bäckerei-Überfall aus Geldnot
Ziemlich traurig liest sich eine Meldung aus dem Landgericht, besonders vor dem Hintergrund einer Bertelsmann-Studie: Demnach lebt in Berlin jedes dritte Kind dauerhaft in Armut. Im Huttenkiez in Moabit beziehen sogar 68 Prozent der unter 15-jährigen Hartz-IV-Leistungen (Q: Anfrage des Grünen-MdA Marc Urbatsch). Offenbar aus Verzweiflung hat eine Mutter in Wedding einen Überfall auf eine Bäckerei begangen. Am Monatsende sei die Haushaltskasse leer gewesen, sie habe aber etwas zu essen für ihren Sohn gebraucht, gestand die 48-Jährige gestern vorm Landgericht. Also stürmte die arbeitslose Kellnerin mit einem Küchenmesser und einem Tuch vorm Gesicht in das Geschäft in ihrem eigenen Mietshaus, verletzte die Verkäuferin und floh mit 190 Euro. Dumm nur, dass die Mitarbeiterin ihre Stammkundin erkannte.