Berlins Sozialsenatorin lüftet Geheimnis: Cansel Kiziltepe empfing selbst Sozialhilfe

Cansel Kiziltepe (SPD) teilte in ihrem Podcast diese biografische Episode mit Partei-Kollegen Orkan Özdemir. Die Erfahrung betrachtet sie als wertvoll für ihre Amtsausübung. Von Lorenz Maroldt

Berlins Sozialsenatorin lüftet Geheimnis: Cansel Kiziltepe empfing selbst Sozialhilfe
Cansel Kiziltepe (SPD) Foto: IMAGO/Metodi Popow

Vor einem „Kahlschlag“ in ihrem Ressort warnt Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe. Was es bedeutet, auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein, weiß sie aus eigener Anschauung. In ihrem Podcast „Gewaltenteilung“, der heute Vormittag erscheint und in den der Checkpoint schon mal vorab reinhören konnte, verrät die SPD-Politikerin eine biografische Episode aus den späten neunziger Jahren, die selbst viele Parteifreunde bisher nicht kannten – auch ihr Co-Moderator, der Berliner SPD-Abgeordnete Orkan Özdemir, war überrascht:

Kiziltepe: „Ich war für eine gewisse Zeit auch angewiesen auf Sozialleistungen, ich habe Sozialhilfe beantragen müssen, weil es anders nicht gereicht hat. Weil meine Eltern kein Geld hatten, um mich zu unterstützen. Das war schon eine Erfahrung, die mich geprägt hat. Im Nachhinein sage ich mir: Das war eine gute Erfahrung, um heute als Sozialsenatorin zu wissen, womit man konfrontiert wird in der gesellschaftlichen Debatte, wie man stigmatisiert wird.“

Özdemir: „Das hat dich richtig verletzt?“

Kiziltepe: „Das ist ein Schamgefühl, zum Sozialamt zu gehen.“

Özdemir: „Da erklärt sich einiges für mich.“

Den Podcast können Sie heute hier unter diesem Link abrufen.