Lücke liegt nun bei 11 Prozent: Gender Pay Gap hat sich 2023 in Berlin vergrößert
Die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen ist in Berlin im landesweiten Vergleich zwar geringer, doch sie wächst wieder. Und wie sieht die Lage eigentlich in der Senatsverwaltung aus? Von Anke Myrrhe und Lotte Buschenhagen.
Super Wednesday ist heute für Frauen: Ab jetzt werden auch wir für unsere Arbeit bezahlt. Das gilt bei den meisten zum Glück nur symbolisch, der Equal-Pay-Day weist aber schön plakativ auf die immer noch große Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hin. Und in Berlin wird die sogar eher größer als kleiner: 2023 haben Frauen 11 Prozent weniger verdient als Männer, 2022 waren es 10 Prozent gewesen (Q: Amt für Statistik BBB). Immerhin: bundesweit betrug die Lücke rund 18 Prozent.
Und wie steht es im Senat? Dort erheben nicht alle Häuser Daten (praktisch!). Aber: In den Verwaltungen für Justiz (letzte Daten: 2022) und Arbeit (2024) verdienten Frauen 4000 bis 5000 Euro weniger als Männer. Siegerin ist die Kulturverwaltung: Hier lagen die Frauen 2022 minimal vorn – in der Führungsetage bekamen die Männer allerdings rund 14.000 Euro mehr im Jahr. (Q: DS 19/18178, Haghanipour/Walter, Grüne)