Wahlhelfer in Berlin werden früher geimpft

Wer im Herbst bei den Wahlen mit anpackt, kommt früher an eine Corona-Immunisierung. Stimmenzähler rücken in Gruppe drei auf, die auch Berliner über 60 umfasst. Von Robert Ide und Thomas Lippold

Wahlhelfer in Berlin werden früher geimpft
Foto: Christophe Gateau/dpa

erst mal was Gutes – am besten, man tut es. Wenn Sie nach einem nicht gerade guten Jahresstart frohen Mutes gleich was Gutes tun wollen, dann melden Sie sich als Wahlhelferin oder Wahlhelfer im Herbst. Für einen Tag wahlweises Auszählen bekommen Sie 60 Euro Erfrischungsgeld und eine erfrischende Corona-Impfung in der Prioritätsgruppe 3, also schon im Frühsommer – vorausgesetzt natürlich, dass die deutsche Impfstrategie vorher noch zu einer Strategie wird. „Die Vergabe von Impfterminen liegt nicht in der Zuständigkeit des Bundeswahlleiters“, betont der Bundeswahlleiter schon mal vorsorglich vorab.

Doch auch, wenn man nicht die freie Wahl eines Impfstoffs hat, so kommt man doch schneller in die spitze Auswahl für die Spritze. „Die Änderung der Impfverordnung hilft uns bei der Werbung von Wahlhelfenden sehr“, bestätigt Geert Baasen von der Berliner Landeswahlleitung. Aber mehr helfende Hände mit geimpften Armen sind noch lange nicht genug (Meldungen gerne hier). Berlin braucht für die Bundestags-Abgeordnetenhaus-Bezirks-und-womöglich-noch-Tempelhof-Abstimmung mindestens 34.000 Hilfsbereite. Gerade in dieser Zeit muss sich die Demokratie auch selbst helfen. Sie besteht, zu unserem Glück, aus uns selbst.