Der lange Weg zur Schulleiterin in Berlin
Ewig dauernde Verfahren, fehlende Konrektoren, unterdimensionierter Personalschlüssel – eine Schulleiterin berichtet aus ihrem Alltag. Von Robert Ide.
Reinwerfen ins bunte Leben wollen sich gerne neue Schulleiterinnen und Schulleiter in Berlin. Während die Stadt noch nach ihnen sucht (Checkpoint von gestern), verzweifeln diese eher an ihrer Findung. „Mein eigenes Verfahren als Schulleiterin hat allein 17 Monate gedauert, ich habe 22 Monate alleine meine Schule geleitet, seit 1. Dezember hat meine Schule endlich eine Konrektorin“, schreibt uns dazu Stefanie Winde von der Paul-Schneider-Grundschule in Lankwitz. Gerade an Grundschulen gibt es aus ihrer Sicht zu wenig Unterstützung für die Leitung; vorgesehen sei nur eine volle Funktionsstelle für eine Stellvertreterin sowie eine halbe Stelle für die Verwaltungsleitung – egal, wie viele hundert Schüler eine Schule zu verwalten habe. Der häufigste Satz, den Winde inzwischen hört: „Ihren Job möchte ich ja nicht haben!“ Dabei möchte die Stadt genau solche Menschen haben, die solch einen Job haben wollen. Berlin sitzt bei der Bildung weiter nach.