„Dokumentieren Sie den Stromverbrauch“ : Mieter in Schöneberg seit Wochen ohne Heizung
Seit mehr als fünf Wochen frieren 14 Mietparteien, weil die Heizung defekt ist. Die Heizlüfter laufen auf eigene Kosten, die Hausverwaltung reagierte erst nach sieben Mahnungen. Von Anke Myrrhe und Sönke Matschurek.
Gar nicht kostenfrei ist das, was Mieter in der Schöneberger Hochkirchstraße derzeit erleben: Seit mehr als fünf Wochen frieren 14 Mietparteien, weil die Heizung defekt ist. Am 18. Oktober informierte eine Mieterin die Hausverwaltung, es dauerte vier kalte Wochen und sieben Mahnungen bis zur Ein-Satz-Rückmeldung: „Die von uns beauftragte Fachfirma wartet derzeit auf das passende Material.“
„Ich bin in meiner eigenen Wohnung wie ein Michelin-Männchen angezogen, mit zwei Wollpullis und zwei Hosen“, sagt Susanne Salzgeber dem Checkpoint. Sie habe auf eigene Kosten zwei Heizlüfter angeschafft. „Das wird eine horrende Stromrechnung geben, aber ohne würde man es nicht mehr aushalten.“ Unbedingt einen Stromzähler zwischenschalten, um den Verbrauch zu dokumentieren, rät Mieterverein-Geschäftsführerin Wibke Werner.
Auf Checkpoint-Anfrage antwortet die Mängelstelle B worx: „Uns ist bewusst, wie wichtig eine funktionierende Heizungsanlage ist.“ Sie prüfe „individuelle Lösungen für entstandene Mehrkosten“ und gehe davon aus, dass die Ersatzteile spätestens Donnerstag kommen. Außentemperatur in der vergangenen Nacht: 0 Grad.