Mark Rackles über den Doppelsuizid seiner Eltern
Eine bewegende Geschichte über den assistierten Doppelsuizid eines älteren Ehepaares ist am Wochenende in sechs behutsam illustrierten Kapiteln in der FAZ erschienen – der Titel: „Ihr Leben war ein Fest. Doch dann hatten sie genug.“ Es geht um die Eltern von Mark Rackles, Berliner Bildungsstaatssekretär von 2011 bis 2019. Er beschreibt darin den Moment des letzten Abschieds, in Erwartung der Sterbehelfer. Ein Auszug:
„Ich hatte die alte Standuhr vor mir und wusste, um 14 Uhr klingelt es. Um 13.30 Uhr spielten wir noch Rummikub, meine Mutter freute sich, dass sie ein Spiel gewann. Das Skurrilste waren die Minuten, bevor es geklingelt hat. Das hat sich eingebrannt bei mir. Ich sehe diese Uhr vor mir, und wir spielen vor uns hin. Mein Vater hat Fernsehen geguckt, er konnte das Spiel nicht spielen. Das erschien mir wie eine Farce aufs eigene Leben. Der Tod naht, und wir bauen keine Bollwerke auf, sondern wir spielen. Das war absurd.“
Die ganze Geschichte finden Sie hier.