Noch mehr Infizierte, noch mehr Verbote
In Berlin liegt die Zahl der bestätigten Infizierten aktuell bei 332. Ärzte betreuen 20 Erkrankte, drei davon intensivmedizinisch. Tausende sind in Quarantäne, darunter (als Vorsichtsmaßnahme) auch Xhains Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne). Um weitere soziale und damit virale Kontakte zu verhindern, will sich der Senat nach Tagesspiegel-Informationen heute dazu entscheiden, Shopping-Malls zu schließen, Restaurants nur noch bis 18 Uhr zu öffnen und Kundgebungen mit mehr als 50 Personen unter freiem Himmel zu verbieten. Unterdessen reisen in Schönefeld und Tegel noch immer Menschen aus Corona-Krisenländern ein. Ohne Fieber-Screening, ohne Gesundheits-Check. Und keinen juckt’s.
„Die Stadt wird anders sein – aber es bleibt unser Berlin“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montagabend in einer Fernsehansprache im RBB. Schon jetzt wirkt alles anders: Keine Schule, keine Kita, keine Schlange bei Mustafas. Innensenator Andreas Geisel (SPD) will derweil – anders als in Bayern – noch nicht den Katastrophenfall ausrufen. „In Berlin funktionieren die Strukturen zur Bewältigung der Krise.“