Zauberformel gesucht: Finanzsenator Wesener stimmt Berliner auf schwere Zeiten ein

Die Dramatik dieser Tage bildet sich – und damit in die Berliner Landespolitik – schon mit Blick auf die blanken Zahlen ab: Im Landeshaushalt, den das Abgeordnetenhaus gestern Abend verabschiedet hat, sind 360 Millionen Euro Energiekostenrücklage eingeplant. 450 Millionen Euro hat die Koalition für möglicherweise extrem steigende Baukosten hinterlegt. Beschlossen wurde nach 13 Stunden Debatte der größte Landeshaushalt der Geschichte (für Abonnenten: das sind die wichtigsten Posten), aufgeblasen durch die Inflation und Rücklagen. Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne) schwor die Berliner aber schon auf ein Ende der fetten Jahre ein. „Wer behauptet, sämtliche Krisenkosten stemmen zu können und gleichzeitig die Bürger zu entlasten, der ist entweder im Besitz der Zauberformel oder sagt die Unwahrheit“, sagte Wesener. „Die kriegst Du nicht, Alter!“ – das wird hoffentlich nicht zum geflügelten Wort des Verzichts.