Von Exkrementen und Abortfliegen: Eine beschissene Berliner Wohnungsgeschichte der Gewobag
Bei Mietern in Neukölln steht der Keller seit einem Rohrbruch im Mai unter Wasser – darin schwimmen Fäkalien mit. Die Gewobag will eine „zeitnahe Lösung“ finden. Von Ann-Kathrin Hipp
Eine beschissene Wohnungsmarkt-Geschichte aus Neukölln: Den Mieter:innen einer großen Gewobag-Anlage stinkt‘s gewaltig – und zwar im wörtlichen Sinne. Nach einem Rohrbruch im Mai steht der Keller seit Monaten unter Wasser und modert vor sich hin. „Es stinkt nach Fäkalien, der Geruch zieht in die Wohnungen, der Keller ist nicht mehr betretbar. Das Eigentum von Mieter:innen ist teilweise komplett verfault. Hunderttausende von Abortfliegen besiedeln die Wände. Und die Gewobag? Tut nichts. Insgesamt müssen hunderte von Emails und Anrufen zu dem Thema eingegangen sein“, schreibt eine Bewohnerin. Auf die Einhunderteinste teilt man uns mit, dass es sich tatsächlich um eine „Verunreinigung des Abwassers durch Fäkalien“ handelt. Die Ursache: ein defekter Übergabeschacht der Berliner Wasserbetriebe. An „einer zeitnahen Lösung“ werde gearbeitet. Was auch immer das im Berliner Raum-Zeit-Kontinuum bedeutet.