Der Tagesspiegel prämiert Berlins beste Schülermedien
Schule machen zum Glück Berlins beste Schülermedien. Zum Beispiel mit dem Corona-Monopoly, das sich die junge Redaktion der „OHnE“ am Heinz-Berggruen-Gymnasium in Westend ausgedacht hat. „Handy abgezogen – Gehe ins Sekretariat“, steht auf dem Spielfeld. Und auf einer Ereigniskarte: „Dein*e Lehrer*in überzieht – setze eine Runde aus.“ Einfach aus der Schülerzeitung ausschneiden und loslegen, weil man im Lockdown plötzlich die Schule so sehr vermisst wie die Freundinnen und Freunde.
Zugewandter Journalismus; witzig, bissig und lebensnah – das zeichnet Berlins beste Schülermedien aus, die gestern vom Tagesspiegel, der Senats-Schulverwaltung und dem Verein „Junge Presse“ ausgezeichnet wurden. „Wir wollten den Schülern kurz vorm Abi noch eine witzige Erinnerung anbieten“, berichtete die junge Redakteurin Lena bei der digitalen Preisverleihung (nachzugucken hier). So geht die Jugend gern zurück auf Los.
Aber Pressefreiheit stößt auf Widerstände auch im Kleinen. Ein Artikel über Sexismus-Vorwürfe bei einem Schulsportfest sollte auf Druck der alten Schulleitung am Droste-Hülshoff-Gymnasium nicht verbreitet werden. Andere junge Reporter recherchierten undercover in rechten Chatgruppen in ihrem Kiez. Eine Sonderseite voller investigativer Reportagen, kreativer Ideen und bewegender Corona-Tagebücher von Schülerinnen und Schülern gibt es heute im Tagesspiegel. Und alle Infos zum Wettbewerb und den Siegerinnen und Siegern digital hier. Berlins Kinder und Jugendliche machen eine neue Presse und damit kreativ Druck. Sie sind Lernende, von denen Berlin lernen kann.