Vorgezogene Bundestagswahl 2025: Über 16.000 Ex-Berliner im Ausland beantragen Briefwahl

Die Bundestagswahl rückt näher und deutlich mehr Ex-Berliner im Ausland wollen nicht auf ihre Stimmabgabe verzichten. Der kurze Briefwahl-Zeitraum könnte das jedoch schwierig machen. Von Daniel Böldt.

Vorgezogene Bundestagswahl 2025: Über 16.000 Ex-Berliner im Ausland beantragen Briefwahl
Foto: dpa / Patrick Pleul

Nur rund 130.000 Deutsche im Ausland haben bei der letzten Bundestagswahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Dass es dieses Jahr deutlich mehr versuchen wollen, zeigt ein Blick nach Berlin. Allein bei den Wahlämtern der zwölf Berliner Bezirke haben bis zum Stichtag am 2. Februar über 16.000 Deutsche im Ausland einen Antrag auf Aufnahme ins Wählerverzeichnis gestellt (hochgerechnet auf alle Wahlberechtigten wären das deutschlandweit rund 400.000).

Hauptgrund für den Anstieg ist wahrscheinlich, dass der Antrag erstmals online gestellt werden konnte und nicht per Post oder Fax eingereicht werden musste. Spitzenreiter bei den Anträgen ist Pankow mit fast 3000 Anträgen. Die wenigsten gab es in Spandau (383) und Marzahn-Hellersdorf (314).

Ob am Ende auch alle Ex-Berliner ihre Stimme abgegeben, ist damit nicht gesagt – zumal es durch den extrem kurzen Briefwahlzeitraum von nur zwei Wochen für viele Deutsche im weit entfernten Ausland schwierig bis unmöglich werden dürfte, die Unterlagen rechtzeitig zu erhalten und wieder zurückzusenden (T+).