Blitzerdichte in Berlin im deutschlandweiten Vergleich unterdurchschnittlich

In der Gegenüberstellung wurden Blitzer in Deutschlands 40 größten Städten ins Verhältnis zur Straßenfläche gesetzt – die Hauptstadt schneidet dabei vergleichsweise gering ab. Ein Grund: Geldmangel. Von Jessica Gummersbach.

Blitzerdichte in Berlin im deutschlandweiten Vergleich unterdurchschnittlich
Foto: dpa / Patrick Pleul

Anderes Thema: Radarkontrollen spülen Millionen in die Landeskasse und bremsen (zumindest punktuell) Raser aus – doch der Berliner Senat verzichtet auf zusätzliche Blitzer. Der Grund: Geldmangel. Dabei wäre mit Blick auf andere Großstädte durchaus Luft nach oben: Das Verbraucherportal Allright hat Blitzer in Deutschlands 40 größten Städten ins Verhältnis zur Straßenfläche gesetzt (Danke für den Hinweis an Leser Nils Leidloff).

Im Schnitt gibt es demnach rund 10 Blitzer pro 1000 Hektar. Die höchste Blitzerdichte ist in Freiburg (ca. 36 Blitzer), die geringste in Magdeburg (ca. 2 Blitzer). In Berlin liegt der Wert bei knapp 7 Blitzern pro 1000 Hektar. Die Wahrscheinlichkeit, geblitzt zu werden, ist also vergleichsweise gering.

Dazu eine kleine Anekdote: Im schwäbischen Frittlingen nahm ein Anwohner die Sache kürzlich selbst in die Hand und stellte eine täuschend echte Blitzer-Attrappe ans Ortsschild (Quelle: Zeit). Eine graue, einbetonierte Säule, drei kleine Fenster, im Inneren statt Blitzlicht ein Gurkenglas. Zwei Wochen lang gingen die Raser in die Eisen, dann flog der Schwindel auf. Aber wir schweifen ab, was meinen Sie: