Wahl des CDU-Vorsitzenden: Kai Wegner will sich nicht mehr festlegen

Noch vor einem Jahr warb der Berliner CDU-Chef für Friedrich Merz, heute schweigt er. Vornehme Zurückhaltung oder eher Taktik? Von Ann-Kathrin Hipp.

Wahl des CDU-Vorsitzenden: Kai Wegner will sich nicht mehr festlegen
Foto: Kay Nietfeld/dpa

Zeit wandelt Zuspruch – auch bei den Christdemokraten. Vor ziemlich genau einem Jahr hat der Berliner CDU-Landeschef Kai Wegner seine Unterstützung für Friedrich Merz als Bundesvorsitzenden erklärt. Er sei überzeugt, dass er mitbringe, „was unser Land und die CDU jetzt brauchen: Eine klare Haltung und eine klare Sprache, die Orientierung geben kann. Mit diesen Eigenschaften kann der Aufbruch für die CDU und unser Land gelingen“, sagte er damals. Heute, kurz vor der Wahl (die auf dem digitalen Parteitag am Wochenende stattfindet), klingt die Antwort auf die Frage nach einem Wunsch-Chef und Wunsch-Kanzlerkandidaten dann doch ein kleines bisschen anders. Kampagnenmanager Thorsten Schatz lässt ausrichten: „Herr Wegner freut sich auf den Bundesparteitag und ist wie alle sehr gespannt, wie die Wahl ausgeht.“ Amen.