Dutzende Delegierte abwesend: Berliner Bildungsgewerkschaft hält Abstimmung an wichtigem Feiertag ab

Die GEW hat am Mittwoch ihre beiden Vorsitzenden im Amt bestätigt. Deren Ergebnisse waren allerdings unterirdisch – und zig Stimmberechtigte fehlten. Von Maragarethe Gallersdörfer

Dutzende Delegierte abwesend: Berliner Bildungsgewerkschaft hält Abstimmung an wichtigem Feiertag ab
Tröten für die Bildung stellt die GEW Berlin bei Streiks bereit. Foto: dpa / Paul Zinken

Die Berliner Bildungsgewerkschaft GEW hat am Mittwoch ihre beiden Vorsitzenden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Inzwischen durften wir auch erfahren, was es an diesem Tag mit der dürftigen Kommunikation nach außen auf sich hatte: Die Ergebnisse der beiden Amtsinhaber waren unterirdisch. Wie die GEW am Donnerstag mitteilte, wurden sowohl Tom Erdmann als auch Martina Regulin erst im zweiten Wahlgang gewählt, letztere sogar ohne Gegenkandidatin. Regulin erhielt 131 Ja- und 88 Nein-Stimmen, Erdmann erhielt 121 Stimmen bei 93 Stimmen für seinen Herausforderer Sven Dudkowiak.

Aus dem Kreis der Landesdelegierten erfuhr der Checkpoint, die Stimmung auf der zweitägigen Versammlung sei geladen und zum Teil „sehr aggressiv“ gewesen. Auch hätten Dutzende der ursprünglich 279 Delegierten die Versammlung vor der Wahl verlassen – Mittwoch war nämlich muslimisches Opferfest. Ganz schön knapp alles! Welche Probleme die GEW Berlin plagen, können Sie hier noch mal nachlesen. Wir gratulieren trotzdem und sind gespannt auf die nächsten drei Jahre!